Winnender Anthologie

Literatur in Winnenden: Winnenden ist nicht dafür bekannt, dass es literarisch Bedeutsames hervorgebracht hätte. Das soll sich ändern - denn eine Tradition literarischen Schreibens gibt es durchaus. Neben Autoren von lokaler Bedeutung (Pistorius) hat Winnenden auch regional Bedeutsames zu bieten (Breuning von Buchenbach). Ein Höhepunkt der Literaturgeschichte ist die Gründung der Königlichen Heilanstalt Winnenthal im Jahr 1843. Im Schloss war unter Medizinalrat Zeller, selbst Dichter, eine fortschrittliche Institution zur Therapie psychischer Krankheiten geschaffen worden. Zu den bekanntesten Patienten gehören Nikolaus Lenau, Karl Simrock und Alwine Wuthenow. Ihre Besucher kamen von nah und fern: Mörike, Kerner, Karl Mayer, Anastasius Grün. Noch Hesse wurde im heutigen Zentrum für Psychiatrie vorgestellt. Seine Erzählung Klein und Wagner geht auf diesen Besuch zurück - und auf den Insassen Ernst Wagner, Württembergs erster Amokläufer und größenwahnsinniger Dramatiker. Auch das 20. Jahrhundert ist reich an literarischen Quellen (Boehringer, Börner, Beck).

Projektziel: Gemeinsam mit Schülern und Schülerinnen des Lessing-Gymnasiums präsentiert pangloss.de eine Sammlung von literarischen Texten mit Bezug zu Winnenden. Sie sollen Winnenden als Literaturort ins Gedächtnis rufen und zur Begegnung mit Literatur in Winnenden einladen. Bekannte und weniger bekannte Texte werden erschlossen und in ihrer Bedeutung für Winnenden vorgestellt.

Finanzierung: Wie immer arbeiten wir vollkommen unentgeltlich. Das gemeinsame literarische Erbe einer Stadt gehört allen Bürgern. Wenn es erschlossen wird, sollte jede*r Interessierte freien Zugriff dazu haben.

Möglichkeiten zur Mitarbeit: Insbesondere historisch und literarisch interessierte Winnender*innen sind herzlich eingeladen, uns mit Hinweisen zu Winnendens Literaturtradition zu unterstützen. 

Aufbau der Artikel: Auf den Text des Artikels wird dessen Überlieferungsgeschichte und der Kontext erläutert. Dann wird der Bezug zu Winnenden herausgestellt. Eine Interpretation schließt sich an, ehe jeweils die Autor*inn*en vorgestellt werden. Quellenverweise ermöglichen eigene Recherchen. 

Zeitliche Spannweite: Die frühesten Texte stammen aus dem Hochmittelalter (Gottfried von Neifen), die jüngsten sind wenige Jahre alt.