Winnenden im 18. Jahrhundert

1702

Der Schwiegersohn des vormaligen Bürgermeisters Martin, der Apotheker Joseph Weihenmaier, übernimmt dessen Offizin.

1707

Französische Truppen nehmen in Winnenden Quartier. --- Der Schöpfbrunnen vor dem Schwaikheimer Tor wird technisch verbessert.

1708

Der Torturm erhält zu seinem mittelalterlichen Fundament einen Fachwerkaufbau.

1709

Johannes Pistorius wird Stadtvogt.

1712

Juliane Markgräfin von Ansbach-Brandenburg, die Witwe Friedrich Carls, verzieht nach Ansbach.

1713

Nach dreijähriger Bauzeit wird das Kirchenschiff der Stadtkirche fertiggestellt.

1720

Hans Michel Groß baut ein Schulhaus, das heutige Albrecht-Bengel-Haus.

1725

Johann Friedrich Wieihenmaier zieht sich aus dem Betrieb der Apotheke zugunsten seines Sohnes Jonathan zurück und bezieht das Gebäude Marktstraße 32.

1728

Prinz Karl Alexander von Wirtemberg gelangt in den Besitz des Buchenbachhofs. --- 27.9.: Johann Adam Groß d. J. kommt in Winnenden zur Welt.

1729

Unter der Leitung von Johann Adam Groß d. Ä. wird das Haus Mültorstraße 10 erbaut (im Erdgeschoss heute: eine Änderungsschneiderei). --- Vor dem Oberen Tor wird ein weiterer Laufbrunnen gebaut.

1730

Unter der Bauleitung von Johann Adam Groß d. Ä. wird das Storchenhaus mit einer neuen Fassade versehen.

1733

Der Maurer und Steinhauer Johann Michael Groß und der Zimmermann Johann Jakob Geigis errichten die Hertmannsweilermer Kirche St. Bartholomäus. --- Das Mops-Epitaph bei der Schlosskirche wird aufgestellt. --- Durch Herzog Carl Alexander gelangt die Winnentaler Linie an die württembergische Regierung.

1734

27.9.: Prinz Heinrich Friedrich von Württemberg stirbt.

1736

18.12.: In einem Duell tötet nach einem Wirtshausstreit in Winnenden ein Fähnrich von Bock einen Leutnant von Westerstetten.

1738

Die Schlosskirche erhält bei einem Umbau die heutige Stuckdecke. --- Die Schlosshofmeisterei von Winnental nimmt einen Umbau der Hanweiler Kelter vor.

1739

Die Wasserversorgung des Schlosses wird durch eine bei Birkmannsweiler gefasste Quelle gesichert.

1741

2.6.: Ein Soldat namens Leonhard Fink wird am Hochgericht wegen „Sodomiterei“ (praktizierter Homosexualität) enthauptet.

1742

Als Wohnhaus des Architekten Johann Adam Groß d. Ä. wird das Haus Marktstraße 42 errichtet. --- Johann Christof Bilhuber ist Pfarrer in Winnenden. --- Johann Ernst Pistorius wird Stadtvogt.

1743

17.7.: Französische Truppen rücken in Winnenden ein.

1744

Der Magistrat beauftragt Baumeister Johann Adam Groß d. Ä. mit dem Bau eines neuen Kastens für den Marktbrunnen. Der Brunnen erhält einen neuen Brunnenstock, die Justitia wird erneuert. --- Am Kronenplatz wird ein weiterer Laufbrunnen für die Schwaikheimer Vorstadt gebaut.

1745

Die Witwe des Apothekers Jonathan Weihenmaier heiratet Johann Wolfgang Sutor, der als Apotheker beeidigt wird, aber bereits 1747 stirbt. --- Vor dem Oberamt wird ein neuer Brunnen errichtet. Die Steine stammen aus dem Steinbruch bei Bretzenacker.

1749

Jakob Kapf ist Pfarrer in Winnenden.

1750

Johann Jakob Hauber wird Pfarrer in Winnenden (bis 1774).

1757

Johann Ernst Carl Ruthhardt wird durch Heirat mit der Apothekerwitwe Elisabeth Monn Besitzer der Winnender Apotheke.

1758

Johann Christoph Laiblin wird Stadtvogt.

1759

Die Bäckerinnung stiftet eine reich ornamentierte Zunftlade.

1774

Georg Christoph Scharfenstein, zuvor Helfer in Backnang, wird Pfarrer in Winnenden. 

1778

Als Glockenturm für Höfen wird der Eckehardt-Turm erbaut. --- Johann Philipp Daniel wird Stadtvogt. --- Winnenden schafft eine große Feuerspritze an.

1783

Winnendens Zünfte stiften ein reich geschmücktes Innungsschild (1883 restauriert).

1784

Der frühere Hedelfinger Pfarrer Christoph Erhard Hartmann wird Pfarrer in Winnenden.

1789

Christoph Schott wird Stadtvogt.

1792

4.4.: Winnenden erteilt Friedrich Christoph Wölfing die Konzession zum Betrieb einer zweiten Apotheke in der Wagnerstraße 6, seitdem bei den Apothekern Ruthardt vermehrt Unregelmäßigkeiten aufgetreten waren.

1793

Der vormalige Vaihinger Oberamtmann Roser wird Stadtvogt. --- 1.6.: Der Torturm erhält einen Blitzableiter.

1795

Sophie Albertine, die Witwe Herzog Ludwig Eugens von Württemberg, bezieht Schloss Winnental als Witwensitz.

1796

Französische Truppen unter General Delmas ziehen durch Winnenden. Die Kanonade von Korb wird vorbereitet.

1797

Der vormals in Jesingen wirkende Pfarrer Imanuel Gottlieb Faber kommt nach Winnenden.

1800

Der französische General Lacoste verlegt sein Quartier nach Winnenden.

1801

20.8.: Eduard von Kausler, später Historiker, kommt in Winnenden zur Welt.

1803

30.4.: Winnenden feiert die Erhebung Württembergs zum Kurfürstentum.