Winnenden im 17. Jahrhundert

1600

Hans Philipp Zweyffel wird Stadtvogt (bis 1612).

1602

Johann von Gleichen wird Komtur.

1603

In Hertmannsweiler wird das Lagerbuch von St. Bartholomäus begonnen.

1605

David Pistorius veröffentlicht seine lateinische Stadtchronik.

1607

Die Pest bricht in Winnenden aus. --- Komtur Johann von Gleichen stiftet Winnendens erste Orgel.

1608

6.2.: Komtur Johann von Gleichen stirbt und wird in der Schlosskirche beigesetzt.

1609

Wolf Erhard von Muggenthal wird Komtur.

1610

Peter Frech wird Schulmeister in Winnenden (bis 1625). --- Elias Zeitter wird Pfarrer in Winnenden.

1611

Bernhard Wilhelm von Schwalbach wird Komtur in Winnenthal. Als „Grimmiger Kommenthur“ geht er in die Ortsgeschichte ein. 

1612

Es kommt zu Konflikten zwischen Hans Jakob Breuning von Buchenbach und den Bauern von Bretzenacker und Rettersburg. --- Ludolf Jakob von Landenberg wird Komtur.

1613

Hans Jakob Breuning von Buchenbach wird Obervogt von Winnenden.

1616

Eine Seuche rafft ungefähr die Hälfte der Winnender Bevölkerung dahin.

1617

Georg Wieland wird Stadtpfarrer (bis 17634).

1619

Der Torturm wird mit der Jahreszahl versehen.

1620

Johann Hagenbach wird Stadtvogt (bis 1638).

1626

In Winnenden bricht erneut die Pest aus. 515 Menschen sterben.

1628

Maria Schneider, die Frau des Winnender Bürgermeisters, wird auf dem Hochgericht an der Straße nach Affalterbach lebendig verbrannt.

1629

Johann Konrad von Lichtenstein ist Komtur.

1630

Peter Braunhardt wird Schulmeister in Winnenden (bis 1643).

1631

1.7.: Mit der Ankunft kaiserlicher Truppen erreicht der Dreißigjährige Krieg Winnenden. Hunger und Krankheiten fordern einen hohen Zoll.

1634

Die Belagerung von Schorndorf zieht auch Winnendens Umgebung in Mitleidenschaft. --- Mit Johannes Wolfgang Süßkind ist erstmals ein Apotheker in Winnenden nachweisbar.

1635

Georg Pfleiderer wird Schultheiß von Winnenden (bis 1652).

1636

Johann Jakob von Daun wird Komtur.

1638

Hans Wilhelm Rutthardt wird Stadtvogt (seit 1657 Stadtvogt in Waiblingen). --- Winnenden wird geplündert. --- Rudolf Wigulejus Hund von Lauterbach wird Komtur.

1639

Der Stadtpfarrer Zacharias Greims und andere Winnender fallen Seuchen zum Opfer.

1643

Winnenden wird erneut geplündert, diesmal von schwedischen Truppen.

1644

Johann Adam Lösch von Hilfershausen wird Komtur.

1645

Das Hauptquartier der bayerischen Armee unter General Mercy wird nach Winnenden verlegt.

1655

Johann Bernhard von Elfershausen wird Komtur.

1657

Ägidius Georg Agricola wird Stadtvogt (zuvor geistlicher Verwalter, gest. 8.12.1669). --- Johann Ludwig von Goggenbach ist Komtur.

1658

Liberius Christian von Pfarr wird Komtur (bis 1665).

1659

Johann Leonhard von Breitschwerdt erwirbt den Buchenbachhof.

1660

Joseph Sick aus Altensteig wird Schulmeister in Winnenden.

1665

29.9.: Der Deutsche Orden verkauft Schloss Winnenthal an das Haus Württemberg. Herzog Eberhard III. weist es seinem zweiten Sohn, Herzog Friedrich Karl, als Wohnsitz zu.

1668

Friedrich Moser von Filseck ist Vogt über Winnenden.

1670

Johann Heinrich Pistorius, zuvor Vogt in Steußlingen, wird Winnender Stadtvogt (gest. 1680).

1678

Der Monumentalbrunnen im Schlossgarten wird errichtet.

1680

Johann Wilhelm Ostertag, zuvor Schreiber, wird Stadtvogt (seit 31.5.1687 geistl. Verwalter am Göppinger Stift). --- Der aus Neustadt (Kocher) stammende Apotheker Johann Friedrich Martin heiratet die Witwe des Apothekers Paul Amos Werner und eröffnet seine eigene Offizin. 

1681

Johann Albrecht Bengel, der Vater Albrecht Bengels, wird in Winnenden Helfer (zweiter Pfarrer). --- Georg Valentin Windeisen wird Schulmeister in Winnenden (bis 1687). --- Winnenden erhält das herzogliche Privileg zur Errichtung einer Apotheke.

1684

Die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Schlosses beginnen. Das Corps de Logis (Mittelbau) und der Ostflügel (Cavaliersbau) werden errichtet. --- Georg Hegel wird Pfarrer in Winnenden.

1687

24.6.: Albrecht Bengel kommt in Winnenden zur Welt. --- Johann Christoph Hopfenstock, zuvor an der Kellerei zu Münsingen, wird Stadtvogt.

1688

Französische Truppen plündern Winnenden im pfälzischen Erbfolgekrieg.

1690

Jakob Hopfenstock wird Stadtvogt.

1692

Ein Kirchenvisitationsbericht vermerkt, dass Lateinschüler in einer getrennten Klasse unterrichtet würden, wobei der Orbis Pictus von Comenius zum Einsatz komme.

1693

25.7.: Französische Truppen äschern Winnenden ein. 251 Häuser brennen ab, unter anderem die Kapelle am Ort der heutigen Stadtkirche und das Beginenhaus beim Schloss, Winnendens erste Schule. Im selben Zug wird Hertmannsweiler geplündert. --- Johann Albrecht Bengel stirbt. --- 17.9.: Das Stadtgerichtsprotokoll ist das erste Dokument, das nach dem Stadtbrand wieder entsteht.

1694

Schultheiß Johann Friedrich Martin beginnt mit dem Bau des Gebäudes am Marktplatz (vor der Entengasse), das für die kommenden 250 Jahre als Wohnhaus und Apotheke dient.

1696

Herzog Friedrich Carl bezieht das renovierte Schloss.

1697

Johann Friedrich Pistorius, zuvor Vogt in Blaubeuren, wird Stadtvogt. --- 11.12.: Der spätere Baumeister Johann Adam Groß d. Ä. kommt in Winnenden zur Welt. --- In einem Winnender Lagerbuch wird erstmals ein Weinberg in der Flur Judenkirchhof erwähnt. Die Bezeichnung taucht 1701 und 1720 erneut auf.

1698

Der Turm der Stadtkirche wird fertiggestellt. --- 20.12.: Friedrich Carl stirbt. --- Der Apotheker und Schultheiß Johann Friedrich Martin richtet seine beim Stadtbrand abgegangene Offizin wieder ein.

1699

Der Marktbrunnen wird durch den Memminger Baumeister Sprinzing erneuert. --- Der Cannstatter Schlosser Daniel Deychle versieht den Schöpfbrunnen auf dem Markt mit einem mechanischen Schöpfwerk.