Kulturbeziehungen zu europäischen Ländern

Deutsche Literaturbeziehungen: Ein europäischer Atlas

Zueignung

Europäische Beziehungen sind zerbrechlich. Auf dem Weg zu einem politisch spürbaren Europa sind Vorurteile zu überwinden, alte Wunden sind noch lange nicht nicht vernarbt. Europas Regierungen fördern neben dem wirtschaftlichen Austausch auch den persönlichen und den kulturellen. Es ist aber nicht allein der geplante und verordnete Austausch, der Europa dem Ziel eines friedlichen und reichen Staatenbunds näherbringt. Es sind die Menschen, die sich schreibend, redend und bildend mit anderen Menschen austauschen. Immer dann, wenn Europas Staaten zum Krieg gerüstet haben, haben auch Mahner des Friedens ihre Stimme erhoben. Ihnen ist dieses Projekt gewidmet.

Aufbau

Ein Bild des geographischen Europas, nicht der Europäischen Union, ist der Grund, auf dem sich der Leser zurecht findet. Nationalstaaten stehen im Vordergrund, nicht Staatenbünde, Regionen oder Kulturlandschaften. Die Literatur jeden Landes wird - so vielstimmig sie sein mag! - als Ganzes auf die deutsche Literatur bezogen. Die Beziehungen Deutschlands zu anderen Literaturen Europas sind in einen Rahmen kulturgeschichtlicher Ereignisse verflochten. Der erste Abschnitt versucht, in streng chronologischer Folge die kulturellen Wechselwirkungen zwischen beiden Staaten darzustellen. Das Nacheinander der Jahreszahlen bildet verlässliche Strahlen, um die sich Namen und Werke legen lassen. Gelegentlich brechen Seitenpfade mit Entwicklungslinien die allzu starre Folge der Epochen auf. Verdienstvollen Forschern aus vielerlei Ländern gehört die jeweils zweite Abteilung: in der Bibliographie sind ihre Arbeiten zusammengefasst. Ohne die gründliche Arbeit zahlreicher Philologen und Historiker wäre diese Übersicht unmöglich.