Karl Gutzkow

Geboren: 17.03.1811 in Berlin

Gestorben: 16.12.1878 in Sachsenhausen (erstickt bei einem Zimmerbrand)

Biographie

1811

 

geboren in Berlin als Sohn eines niederen preußischen Hofbeamten (im Rang eines Bereiters)

1821

 

Eintritt ins Friedrich-Werdersche Gymnasium zu Berlin

1829

 

Studium der Theologie und Philologie an der Berliner Universität bei Hegel, Schleiermacher, von der Hagen, Lachmann und Ranke

1831

 

noch als Student Herausgeber der Zeitschrift Forum der Journalliteratur; im November Übersiedlung nach Stuttgart, um sich bei Menzel als Mitarbeiter am Literaturblatt zu verdingen

1832-1833

 

Studium in Heidelberg und München

1834

 

Bruch mit Menzel, aufsehenerregende Artikelserie in Cottas Augsburger Allgemeiner Zeitung

1835

 

bis zum Verbot aller seiner Schriften im Dezember Herausgeber einer Literaturbeilage zur in Frankfurt erscheinenden Zeitschrift Phönix

1836

 

wegen angeblicher antikirchlicher Propaganda in Wally, die Zweiflerin zu viermonatiger Gefägnishaft verurteilt

1837

 

Übersiedlung nach Hamburg, Übernahme der Redaktion des Telegraphen für Deutschland

1842

 

Reise nach Paris als Korrespondent

1843

 

Überwachung Gutzkows durch die Polizei eingestellt

1846-1849

 

Dramaturg am Dresdener Hoftheater

1848

 

Ansprache an die Berliner während der Märzrevolution, im April Tod seiner frau Amalie geb. Klönne

1849

 

erneute Heirat (Berta Meidinger), Beginn der Arbeit an Die Ritter vom Geiste

1852

 

Herausgeber der Wochenzeitschrift Unterhaltungen am häuslichen Herd bei F. A. Brockhaus

1861

 

Übersiedlung nach Weimar und Tätigkeit als Generalsekretär der deutschen Schiller-Stiftung

1864

 

Rücktritt von seinem Posten als Generalsekretär

1865

 

Aufenthalt in der Heilanstalt St. Gilgenberg wegen Verfolgungswahn

1866

 

Beginn der Arbeit am historischen Roman Hohenschwangau

1878

 

Tod in Sachsenhausen (Erstickungstod wegen eines Zimmerbrands, den er nach der Einnahme des Schlafmittels Choral selbst ausgelöst hatte)

Bibliographie

1833

 

Maha Guru. Geschichte eines Gottes (R), Der Sadduzäer vom Amsterdam (N)

1834

 

Nero (D), Der Prinz von Madagaskar (N)

1835

 

Wally, die Zweiflerin (R), Öffentliche Charaktere (P)

1836

 

Goethe im Wendepunkt zweier Jahrhunderte (P)

1837

 

Seraphine (R), Die Zeitgenossen. Ihre Schicksale, ihre Tendenzen, ihre großen Charaktere (P)

1838

 

König Saul (D), Blasedow und seine Söhne (R), Götter, Helden, Don Quixote (P), Die rote Mütze und die Kapuze

(P)

1839

 

Richard Sauvage (D)

1840

 

Werner oder Herz und Welt (D), Patkul (D), Ludwig Börnes Leben (Biogr)

1841

 

Die Schule der Reichen (D)

1842

 

Ein weißes Blatt (D), Briefe aus Paris (P)

1843

 

Pugatscheff (D)

1844

 

Zopf und Schwert (D), Das Urbild des Tartüffe (D), Die Wellenbraut (N)

1845

 

Der dreizehnte November (D), Anonym (D), Die Selbsttaufe (N)

1846

 

Uriel Acosta (D)

1847

 

Imagina Unruh (N)

1848

 

Wullenweber (D), Ottfried (D), Ansprache an die Berliner (P), Deutschland am Vorabend seines Falles oder seiner Größe (P)

1849

 

Liesli (D), Der Königsleutnant (D)

1850-1851

 

Die Ritter vom Geiste (R)

1852

 

Ein Mädchen aus dem Volke (N), Die Kurstauben (N), Aus der Knabenzeit (Autobiogr)

1853

 

Philipp und Perez (D), Die Nihilisten (N)

1854

 

Lenz und Söhne oder die Komödie der Besserungen (D)

1855

 

Ella Rosen oder Die Rechte des Herzens (D), Die Diakonissin (N)

1861

 

Die schöneren Stunden (Autobiogr)

1867

 

Hohenschwangau (R)

1868

 

Vom Baum der Erkenntnis (Aph)

1869

 

Das Kastanienwäldchen in Paris (Autobiogr)

1870

 

Die Söhne Pestalozzis (R)

1872

 

Fritz Ellrodt (R)

1877

 

Die neuen Serapionsbrüder (R)

 


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