Burundisch-deutsche Beziehungen

1889

Am Ort des heutigen Bujumbura gründet die Kolonialverwaltung den Militärposten Marienheim.

1903

Mai: Hauptmann Robert von Beringe schlägt ohne Weisung die Truppen des urundischen Königs Mwezi Gisabo. --- 6.6.: Mwezi Gisabo unterwirft sich im Vertrag von Ikiganda dem Deutschen Reich.

1904

Richard Kandt veröffentlicht bei Reimer in Berlin Caput Nili. Eine empfindsame Reise zu den Quellen des Nils.

1908

Heinrich Fonck wird Interimsresident Burundis.

1909

Otto Wentzel wird Resident Burundis.

1910

Wilhelm Göring wird Resident Burundis.

1911

Kurt von Stegmann und Stein wird Resident in Burundi. --- Friedrich Wilhelm Mader schildert in seinem Afrikaroman Nach den Mondbergen (Kap. 19) eine Begegnung mit Burundern. Dabei wird ausführlich die vermeintliche Herkunft der Tutsis aus Ägypten thematisiert.

1912

Der Resident Erich von Langenn-Steinkeller verlegt die Residentur von Usumbura nach Gitega. Hans Meyer veröffentlicht Auf neuen Wegen durch Ruanda und Urundi.

1913

Johannes Dose schildert in Ein alter Afrikaner Szenen aus Burundi.

1914

Gotthold Lange promoviert über Die Wurmkrankheit (Ankylostomiasis) im Bezirke Urundi unter besonderer Berücksichtigung ihrer Verbreitungsmöglichkeit im Hochland. --- Hans Meyer hält auf dem 19. Deutschen Geographentag in Straßburg den später bei Reimer verlegten Vortrag Land und Leute von Urundi (Deutsch-Ostafrika).

1915

Bei einem Gefecht mit belgischen Truppen bei Luvungi kommt der deutsche Resident Urundis, Schimmer, ums Leben.

1916

Urundi wird kampflos von britischen und belgischen Truppen besetzt.

1933

15.8.: Schwester Regina (i. e.: Regina Stracke) gründet in Burundi die Kongregation der Bene-Terezya-Schwestern. Die Satzung wird 1942 vom Vatikan genehmigt.

1962

In einer Folge der deutschen Father Brown-Adaption Er kann’s nicht lassen wird Pater Brown zusammen mit Malone (dem Sekretär des Bischofs) nach Urundi strafversetzt.

1967

12.11.: Im Pfarrhaus von Kayanza verstirbt der deutsche Missionar Friedrich Stracke.

1976

Die Diözese Eichstätt geht eine Partnerschaft mit der Erzdiözese Gitega in Burundi ein.

1987

John W. East reicht in London eine Dissertation über die deutsche Besatzungszeit ein: The German administration in East Africa : a select annotated bibliography of the German colonial administration in Tanganyika, Rwanda and Burundi, from 1884 to 1918. --- In Bujumbura wird eine deutsch-burundische Freundschaftsgesellschaft gegründet.

1990

5.-7.11.: Deutschland führt Verhandlungen mit Burundi über die Bilaterale Zusammenarbeit.

1991

Der Essener Martin Krebs wird Nuntiatursekretär der Apostolischen Nuntiatur in Burundi

1992

Die Partnerstädte Albstadt und Chambéry begründen eine gemeinsame Patenschaft der Entwicklungshilfe zugunsten von Bisoro in Burundi.

1993

Erich Schneider, ehemaliger Landtagspräsident Baden Württemberg und Präsident des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschland, gründet den Erich-Schneider-Stiftungsfond Burundi.

2000

Die burundische Entwicklungshelferin Marguerite Barankitse erhält den Bremer Solidaritäts-Preis.

2003

Esther Kamataris Autobiographie Prinzessin der Waisen erscheint in deutscher Übersetzung (orig: Princesse des Rugo, mon histoire). --- Die deutsche Architektin Martina Wziontek gründet den gemeinnützigen Verein burundikids e.V. mit Sitz in Euskirchen, der Hilfsprojekte in Burundi unterstützt.

2006

Helmut Strizek publiziert bei C. H. Links Geschenkte Kolonien: Ruanda und Burundi unter deutscher Herrschaft.

2012

In Burundi werden erstmals deutsche Filmwochen ausgerichtet. --- Edouard Bizimana wird burundischer Botschafter in der BRD.

2015

Die deutsche Botschaft in Bujumbura unterstützt das Musée National de Gitega (Kirundi: Iratiro ry’akaranga k’Uburundi) bei der Erstellung eines Katalogs zur Bestandserfassung. --- Wegen massiver Menschenrechtsverletzungen nach den Wahlen suspendiert Deutschland die Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi.

2017

17.3.: Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich eröffnet die Ausstellung Auto Didaktika. Drahtmodelle aus Burundi. --- Bei Piper in München erscheint Gaël Fayes in Burundi spielender Roman Petit Pays unter dem Titel Kleines Land. --- Der gebürtige Tübinger Thilo Kehrer, deutscher Fußballspieler mit burundischer Mutter, wird mit der U21 Europameister. --- Der burundische Filmemacher Amani Papy nimmt am Berlinale Africa Hub.