Germanistik

4. Jan. 2018

Pitcairn und Nauru


Zwei Inselstaaten mit einer Bevölkerung, die kaum an die einer deutschen Kreisstadt heranreicht - und doch von kultureller Bedeutung: die Meuterer-Insel Pitcairn und die Phospat-InselNauru.
Kategorie: Germanistik
Erstellt von: pangloss

Pitcairn ist wohl ausschließlich durch ihre Besiedelung durch die von der "Bounty" stammenden Meuterer um Fletcher Christian bedeutend geworden. Eine heute leider selten ausgestrahlte Schwarzweißfassung mit dem Debütfilm Errol Flynns, gedreht von dem australischen Regisseur Charles Chauvel sei hiermit ins Gedächtnis gerufen: In the Wake of the Bounty.  Die wechselvolle Geschichte Pitcairns, epochenweise überschattet von Rausch, Gewalt, Missbrauch und Deportation, hat die Phantasie deutscher Autoren in besonderer Weise herausgefordert.

Nauru ist in der Neuzeit als parabolisches Eiland ins Schlaglicht geraten: einst ergiebige Kopraquelle, dann Phosphatlager und zu Reichtum gelangt, zwischenzeitlich verarmt und als australisches Flüchtlingslager genutzt; besonders das Buch Luc Folliets Nauru, die verwüstete Insel (2011) hat eine düstere Parabel von der rückhaltlosen Ausbeutung einer Pazifikidylle gezeichnet.


Vorige Seite: Bibliography
Nächste Seite: Allgemeines